HPI: Open House an der D-School

Wie sieht die optimale Geldbörse der Zukunft aus? Das war die Design Challenge, welche die Teilnehmer des Open House an der School of Design Thinking am Hasso-Plattner-Institut innerhalb von nur zwei Stunden lösen sollten.

Die Wallet Design Challenge sollte einen ersten Eindruck davon vermitteln, was Design Thinking ist und was die Methode kann. Mit meinem wunderbaren Team von Kommilitonen aus dem Advanced Track der D-School habe ich zwei Gruppen von je 40 Personen nacheinander durch die Übung geleitet. Wir haben alle Schritte des Design Thinkings durchlaufen, vom Understanding über Interviewführung und Research bis hin zur Synthesis und dem Prototyping.

Am Ende haben die Teilnehmer festgestellt, dass eine Geldbörse mehr ist als nur ein Aufbewahrungstool für Zahlungsmittel. Je nach Enduser ist die Geldbörse auch ein Fotoalbum, ein Notizbuch oder eine Visitenkarte des eigenen Stils und Geschmacks. Wie also soll die Geldbörse der Zukunft aussehen? Manche Entwürfe konzentrierten sich auf die optimale Aufbewahrung von Zahlungsmitteln, und entwarfen Geldbörsen die davor warnen wenn das Budget zur Neige geht. Andere fokussierten sich auf die Archivfunktion anderer Dinge wie Visitenkarten und Quittungen. Und wieder andere zielten auf die Handbarkeit ab, und verstauten die Geldbörse nicht mehr in der Jeanstasche wo sie stört, sondern präsentierten tragbare Lösungen, die besser in Kleidungsstücke integriert sind. So ist das eben bei Design Thinking: Es gibt nicht die eine Lösung die zu allen Problemen passt, sondern es kommt auf den Endverbraucher und seine sehr speziellen Bedürfnisse an.


NdnS: Deutschlandfinale in Berlin

Zehn Minuten Zeit haben passionierte Computer- und Videospieler, um einen besonders packenden Moment, ein besonders mitreißendes Erlebnis oder einen besonders emotionalen Augenblick aus ihrem Lieblingsspiel auf der Bühne zu performen. Wie sie das tun, bleibt ihnen selbst überlassen: Mit Requisiten und Kostüm, auswändig gelernt oder einfach nacherzählt, und am Ende entscheidet das Publikum wer gewinnt.

Mit diesem simplen Prinzip hat der Gamestorm Berlin mit Unterstützung durch die Stiftung digitale Spielkultur die Nacht des nacherzählten Spiels (NdnS) binnen kürzester Zeit zu einer bundesweiten Veranstaltungsreihe ausgebaut. In 2015 wurde auf Bühnen in Berlin, Frankfurt, München und Karlsruhe um die Wette erzählt. Am 23. Oktober durfte ich nun das Bundesfinale der Eventreihe moderieren – in der Microsoft Eatery in Berlin!

Die Finalisten Paul-Anton, Moritz, Johanna Lindner und Anja waren jeweils bereits aus einem Regionalfinale als Sieger hervorgegangen. Besonders war, dass in diesem Jahr auch eine Wild-Card einen Spontanredner aus dem Publikum direkt auf die Finalisten-Bühne katapultierte. Und tatsächlich: Mit seiner aus dem Ärmel geschüttelten, an Wilhelm Busch angelehnten Dichtung konnte Publikums-Erzähler Alex aus dem Stand das Siegertreppchen erklimmen!

Die Videoaufzeichnung vom Event gibt es hier bei Twitch.

 


NdnS: Regionalentscheid Baden-Württemberg

Preisverleihung NdNS Karlsruhe_2015Engagiert sind sie in Baden-Württemberg: Gleich vier freiwillige Publikums-Speaker meldeten sich für eigentlich nur noch drei freie Startplätze bei der Nacht des nacherzählten Spiels (NdnS) am 11. Oktober 2015 in Karlsruhe. Zusammen mit den drei Beiträgen aus der ersten Halbzeit machte das insgesamt sieben Bühnenperformances, in denen Gamer einen besonders packenden oder mitreißenden Moment aus ihrem Lieblingsspiel auf der Bühne zum Besten geben. Ein Vortrag dauert maximal zehn Minuten, am Ende votet das Publikum für einen Gewinner – der am 23. Oktober zum Finale nach Berlin fahren wird.

Ich durfte die Veranstaltung des Zentrums für Kunst und Medientechnologie und des Gamestorm Berlin moderieren! Auf der Bühne wurden Erlebnisse aus Journey, Indiana Jones und Command&Conquer:Red Altert zum Besten gegeben ebenso wie ein eindrucksvoller Bericht einer ganz analogen Session mit Hasbros Styroporwaffen der Nerf-Reihe. Gewonnen hat am Ende Moritz Thinnes. Sein Vortrag über das Spiel Thief, in dem er minutenlang in dunklen Fluren verharrt und dem Soundstream lauscht, zauberte eine Gänsehaut ins Publikum.

Vor Beginn des Events bekamen wir noch eine exklusive Führung durch die aktuelle Ausstellungsreihe „Digitale Globale“, durften Serious Games ausprobieren und bei einem Vogelflug-Simulator Schlange stehen. Danke an alle Rednerinnen und Redner, die Veranstalter und auch den Item Shop in München fürs Sponsoring der vielen Goodie-Bags!

Mein Interview mit Speakerin Greta Luise Hoffmann und ihren Vortrag über „Journey“:


Design Thinking: Future Party Lab

Nachhaltigkeit und Feiern – auf den ersten Blick scheint sich das auszuschließen, denn wer denkt bei der Party heute Abend schon an den Kater von morgen früh? Dass nachhaltige Feierkultur aber durchaus funktionieren kann, haben die Jungs und Mädels von clubliebe e.V bewiesen, die das Future Party Lab organisiert haben. Nicht mit maßvollem Alkoholkonsum, aber mit Solarzellen, Bar-Einrichtung aus ökologischen Materialien und Upcycling in der Club-Dekoration befassten sich am 10. Oktober insgesamt vier Workshops in den Prinzessinnengärten.

Einen dieser Workshops, das Future Sound Lab, habe ich comoderiert. Während Workshopleiter Ludwig Schneider den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erzählte, wie sie eine solarbetriebene und damit völlig autarke Soundsysteme bauen können, habe ich mit Methoden des Design Thinking dazu angeregt, selber kreativ zu werden. In individuellen Case Studies konnte jeder Teilnehmer auf diese Weise ein eigenes Soundsystem konzipieren, das individuell auf einen ganz speziellen Zweck zugeschnitten war. Die Kreativität reichte vom dezentral aufgestellten Soundsystem für ein Festival bis hin zum kleinen System, das wasserdicht genug sein sollte, um ein Hausboot zu beschallen.

Wie flexibel das Konzept des solarbetriebenen Soundsystems is und wie man, abhängig vom Verwendungszweck, die richtigen Akkugröße für die richtige Betriebsdauer berechnet, das zu erklären war dann wiederum Ludwigs Aufgabe. Mit seinem Verein Einleuchtend baut er nämlich schon seit Jahren Soundsysteme jeder Größe.


NdnS: Regionalentscheid Bayern

IMG_1416Es ist schon ein bisschen scary. Da schlüpfst du in die Rolle eines kleinen Kindes, findest einen Teddybären und auf einmal fängt der an zu leuchten. Der Strom fällt aus. Das fluoreszierende Plüschtier ist deine einzige Lichtquelle, und hinter jeder Ecke könnte ein Monster lauern – was kannst du dem als Kleinkind schon entgegensetzen?

Dieses Setting im Spiel „Among the Sleep“ wurde von Johanna Lindner auf der Bühne der Nacht des nacherzählten Spiels (NdnS) am 23. September im Werk1 in München zum Besten gegeben. In einer dramaturgischen Lesung hat die Zockerin das Publikum glaubwürdig an den Erfahrungen mit ihrem Lieblingsspiel teilhaben lassen. Die Veranstaltung war aber auch sonst nicht langweilig: Warum Digimon die bessere (oder schlechtere?) Kopie von Pokemon sein soll wurde ebenso behandelt wie eine Variante des allseits bekannten Super Mario. Alles wurde auf der Bühne vorgetragen, und das ist auch die Idee von NdnS: Computerspiele weg vom Bildschirm auf eine öffentliche Bühne zu holen, und ein breites Publikum für das zu begeistern was sonst Spielerinnen und Spieler meist alleine vor ihrem Bildschirm erleben.

Ich durfte den bayerischen Regionalentscheid zur NdnS am Mittwochabend, 23. Oktober, moderieren. Organisiert wurde das Ganze vom Gamestorm Berlin, mit denen ich seit Anfang 2014 zusammenarbeite, und unterstützt von der Stiftung Digitale Spielekultur. Mittlerweile gibt es Regionalentscheide – den nächsten am 11. Oktober in Karlsruhe – und ein Bundesfinale in Berlin Ende Oktober. Johanna Lindner hat übrigens mit ihrer Performance den Regionalentscheid Bayern gewonnen und wird deshalb nochmals in Berlin antreten.

Ich freue mich sehr dass dieses Format so weite Kreise zieht. Es ist ein Beitrag dafür, Computerspiele aus der „Nerd-Nische“ herauszuholen dahin wo sie hingehören: In die breit akzeptierte Populärkultur des 21. Jahrhunderts.

Den Stream zur Veranstaltung gibt es hier zum Nachschauen.

 


MELO Oberschule: KreativitätsCoaching

melo_logo_hochaufgelöstTreffen sich Hitler, Jörg Haider, eine Wutbürgerin aus Heidenau und eine blonde Russin in der Selbsthilfegruppe. Klingt wie der Beginn eines seltsamen Witzes? Ist es aber nicht. Es ist der Anfang einer Performance der K12 der MELO-Oberschule in Berlin-Moabit, ein Ergebnis von drei KreativitätsCoaching-Workshops, die ich dort mit meiner Kollegin Miriam Schmitt für die Agentur policult am 1., 2. und 3. September durchgeführt habe.

Zu Beginn jeder achtstündigen Coaching-Session haben wir gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern jeweils einer zwölften Klasse Vortragsthemen identifiziert, die einerseits am sozialen Schwerpunkt der berufsvorbereitenden MELO andocken, andererseits aber auch die Schüler selbst brennend interessieren – weil sie mit dem unmittelbaren sozialen Umfeld oder auch den eigenen Hobbies zu tun haben. Mit Hilfe von Methoden aus dem Design Thinking konnten die Teilnehmer sehr schnell sehr viele kreative Ideen entwickeln und, aufbauend auf den Vorschlägen der anderen Schüler, vorgeschlagene Themen um eigene Aspekte ergänzen.

In einem demokratischen Auswahlprozesses hat anschließend jede Klasse drei bis vier Themenfavoriten ausgesucht, um die sich fünfköpfige Teams gruppiert haben. Im zweiten Teil des Workshops stand jedes Team vor der Herausforderung, aus der Idee und den Themenvorschlägen ein stimmiges Narrativ und eine kreative Bühnenperformance zu entwickeln. Miriam und ich standen mit Präsentations-Methoden aus Design Thinking sowie unseren Erfahrungen aus den Science Slam-Coachings beratend zur Seite. Die Tatsache, dass alle Workshops in einem Kunstraum stattfanden und alle Requisiten in die Vorträge integrieren durften, entfesselte zusätzlich die Kreativität der Schülerinnen und Schüler.

Die Abschlusspräsentationen der Schülergruppen bildeten am 4. September den Abschluss der Workshop-Reihe. Es war ein ungewöhnlicher Start in das noch junge Schuljahr, der zeigte, was mit ein bisschen kreativem Input möglich ist: Da explodierte zum Thema „Drogenentzug“ ein Joint aus Papier und Puderzucker, am Beispiel von Batman wurden die Probleme von Selbstjustiz und Ehrenmord herausgearbeitet, und das nachgestellte Outing eines homosexuellen Fußballspielers brachte die Thematik der Gleichberechtigung zur Sprache. Und die Nazi-Selbsthilfegruppe? Ohne zu viel zu verraten: Oft ist Gewalt nur ein stummer Schrei nach Liebe. Und Nazis können sich – Arier hin, deutsches Blut her – auch in russische Blondinen verlieben. Das Publikum jedenfalls wurde mit einem furiosen „Stop! In the Name of Love“ ins Wochenende entlassen.

Übrigens, wer sich näher für das KreativitätsCoaching interessiert: Das Konzept zum Workshop gibt es hier.


FES: Moderation Lobbyismus-Diskussionsrunde

Kartenabfrage: Was erwarten die Stipendiaten von der Podiumsdiskussion?

Kartenabfrage: Was erwarten die Stipendiaten von der Podiumsdiskussion?

„Good lobby, bad lobby“, so lautete der Titel der Podiumsdiskussion, die ich für die Friedrich-Ebert-Stiftung am Vormittag des 6. Juni 2015 in Brüssel moderieren durfte. Die Diskussionsrunde war ein Highlight eines mehrtägigen Seminars, in welchem Stiftungsstipendiatinnen und -stipendiaten sich auf die Spuren des Lobbyismus in der Europastadt begeben haben. Es diskutierten Marina Schmidt, Referentin für EU-Gesundheitspolitik, Europavertretung der Deutschen Sozialversicherung, Dr. Hanno Pfeil, Lobbyist bei Evonik IndustriesMitra Qurban, ehem. Geschäftsführerin des SPD-Netzwerk Berlin und nun Lobbyistin bei Deutsche Post DHL in Brüssel sowie Daniel Freund, Projektmanager bei Transparancy International.

Sich auf einer Skala zwischen „gut“, „mittel-gut“ und „böse“ einordnen, das fiel den Podiumsgästen sichtlich schwer. So einfach lässt sich Lobbyismus nicht kategorisieren, da waren sich alle einig. Überhaupt hatten wir scheinbar alle ein falsches Bild von Lobbyismus vor Augen: Angeblich würde kaum jemand in Brüssel zu rauschenden Festen einladen, um Abgeordnete zu bestechen – erstens, weil es nicht funktionieren würde, und zweitens, weil vor lauter Arbeit ohnehin niemand zum Feiern komme. Eines stellte sich im Laufe der 60minütigen Diskussion heraus: Wie in jedem Beruf, so gibt es auch im Lobbyismus Schwarze Schafe, die sich nicht an Regeln halten – und den Ruf der ganzen Branche ruinieren. Quer durch die Bank waren sich unisono alle Diskussionsgäste einig, dass Transparenz im Lobbyismus groß geschrieben werden sollte. Das aktuelle Lobbyismus-Register in der EU sei dafür nur bedingt geeignet. Bei all der Einigkeit auf dem Podium gab es allerdings auch Kontroversen. Dass Hanno Pfeil mit seinem Lobbyismus für die finanzkräftige Organisation Evonik im Grunde kaum Einfluss auf Politik nehmen kann, wollte dem Lobbyisten niemand so richtig glauben. Den aufkeimenden Zweifel habe ich in meiner Moderation in einer Frage zusammengefasst: „Wenn der Beruf wirklich so eine Sysiphos-Arbeit ist: Warum machst du das dann überhaupt?“

Zur Mitte der Diskussion gab ich den freien Stuhl neben mir als „heißen Stuhl“ frei und die Podiumsdiskussion öffnete sich zum Fishbowl-Format. Die FES-Stipendiatinnen und -stipendiaten, die hier einer nach dem anderen Platz nahmen, hatten teilweise noch ganz andere Fragen: Weshalb die Deutsche Post eigentlich ihren DHL-Boten so selten eine Festanstellung böte, wollte einer wissen. Was es mit TTIP auf sich habe, interessierte eine andere Stipendiatin. Die Diskussionen wurden im anschließenden World Café und hinterher beim Mittagessen fortgesetzt. Good lobby, bad lobby? Am Ende konnten sich die Gäste doch durchringen, sich auf einer Skala von Eins bis Zehn einzuordnen. Ergebnis: Jeder sieht sich selbst auf Platz Eins – als sehr sehr guter Lobbyist.


Siegervortrag vom 10. Science Slam in Potsdam

Christian Wolf, ein Psychologie-Doktorand der Uni Gießen, hat den 10. Science Slam in Potsdam gewonnen! Mit seinen Ausführungen über Gewichtswahrnehmung anhand studentenalltagstauglichen Beispielen zu der Masse und der Dichte konnte er das Publikum restlos überzeugen. Im kurzen Interviewgespräch vor der Präsentation ging es allerdings gar nicht so sehr um die Forschung, sondern ich habe mich mit Christian mehr über die ästhetische Dimension der Wirtschaftswunderstadt Gießen unterhalten. Hier das Video von Christians Slam, aufgezeichnet bei einem früheren Auftritt im Berliner SO36.


ScienceSlam@School feiert Premiere

MELO PausenscreenScienceSlam@School hatte Premiere, und zwar letzten Donnerstag am Tag der offenen Tür an der Marie-Elisabeth-Lüders-Oberschule (MELO)! Es geht darum selbst gewählte Inhalte aus dem Unterricht oder den Praktika der Schülerinnen und Schüler in ansprechende Kurzvorträge zu verpacken. Die Regeln sind dabei die gleichen wie bei den Science Slams: Ein Vortrag dauert zehn Minuten, ist unterhaltsam und verständlich, und am Ende bestimmt das Publikum, wer gewinnt.

Seit Wochen habe ich mit meiner Kollegin Miriam Schmitt von policult  Schülerinnen und Schüler der MELO gecoacht. Nach und nach haben wir gemeinsam Science Slam-Vorträge entwickelt: Über Verhütung, Statussymbole im Kindergarten und über die Erziehung von Kampfhunden. Jetzt sind wir stolz wie Bolle, dass unsere Schülerinnen und Schüler ihre Themen phänomenal anschaulich, witzig und verständlich vor einem 60köpfigen Auditorium präsentiert haben!

Bei policult bin ich als Projektleiter für Entwicklung und Umsetzung von ScienceSlam@School verantwortlich. Die erste Idee zu diesem Programm hatten wir im Herbst 2013, umso mehr freue ich mich, dass die Premiere so gut funktioniert hat! Das Programm beinhaltet nicht nur Science Slams von Schülerinnen und Schülern, sondern weitere Module sehen auch vor, Wissenschaftler in Schulen zu holen und dort eine Art Studienberatung auf Augenhöhe durchzuführen. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr noch an zahlreichen weiteren Schulen Science Slams durchführen und mit dem Programm ScienceSlam@School weitere Erfahrungen sammeln können.

Achja, die Presse mag die Idee auch. Hier ein ausführlicher Vorabbericht aus dem Tagesspiegel, da die Ankündigung in der Morgenpost, und dort eine ausführliche Review ebenfalls in der Morgenpost.


10. Science Slam Potsdam

Pausenfolie Potsdam_NEUDie Science Slam Saison 2015 in Potsdam ist eröffnet! Am 13. Februar habe ich im Potsdamer Waschhaus für die Agentur policult den 10. Science Slam in Potsdam organisiert und moderiert. Über 150 Leute waren im Publikum!

Passend zum Karneval habe ich, verkleidet als griechischer Finanzminister Yanis Varoufakis, in knallblauem Hemd und schwarzen Jeans nach fünf Minuten erstmal meine 10-Euro-C&A-Krawatte ins Publikum geworfen. Dann gab es ein schillerndes Line-Up: Wir haben gelernt wie sich ethnische Identität bildet. Ein Slammer kümmerte sich um Berufswünsche von Schülern. Gemeinsam haben wir gebangt, hoffentlich nicht von einem Tsunami überrollt zu werden. Wir haben gelernt, dass Gewicht von Wasser ja sicher auch eine Frage der subjektiven Wahrnehmung ist. Und wir hatten Besuch vom Frauenversteher Friedrich Schleiermacher. Als featured scientist sprang spontan Prof. Walter Sudhaus ein. Er ist Professor der Biologie an der Freien Universität Berlin und weiß einfach ALLES über das Leben in einem Kuhfladen.

Gewonnen hat den 10. Science Slam Potsdam Christian Wolf. Sein Vortrag zur Wahrnehmung von Gewicht hat ihm den Gewinner-Kürbis eingebracht! Und außerdem gab es noch eine Verfolgungsjagd quer durch die Veranstaltungshalle, weil ein Slammer nach zehn Minuten Zeit absolut nicht das Mikrofon zurückgeben wollte. Da ich das Wettrennen nur durch einen raffinierten Richtungswechsel gewonnen habe, heißt mein Vorsatz fürs neue Jahr nun: Joggen, joggen, joggen!