EduCamp16: SchoolSlam

SlamScience Slam – da stehen doch Wissenschaftler auf der Bühne und berichten über ihre Forschung. Kann man das Slam-Format auch im Unterricht einsetzen? Dieser Frage bin ich in meiner Session auf dem EduCamp16 in Leipzig vom 15. bis 17. April nachgegangen.

Obwohl Schülerinnen und Schüler keine eigene Forschung im akademischen Sinne betreiben, eignen sich Elemente aus dem Science Slam Format durchaus für den Schulunterricht. Indem Schülerinnen und Schüler eine eigene Fragestellung finden und eine Storyline entwickeln, um einen zehnminütigen Kurzvortrag zu halten, lernen sie nicht nur Präsentation und Storytelling. Sie erfahren auch wie fesselnd es sein kann, sich Wissen nicht anhand des Lehrplanes, sondern anhand eines selbst definierten Alltagsproblems anzueignen. Die Abschlusspräsentation eines SchoolSlams ist übrigens eine gute Gelegenheit für eine größer angelegte Bühnenveranstaltung zum Beispiel beim Sommerfest oder einem Tag der offenen Tür.

Alle Informationen zu einem School Slam gibt es in diesem Slidedeck.


Lange Nacht Barcamp: Science Slam Vortrag

Egal ob Wissenschaft, Museum oder StartUp: In allen möglichen Bereichen eröffnen oder beenden Slams derzeit Veranstaltungsformate. Auch bei den Langen Nächten, die es so gibt, kann eine Slamifizierung beobachtet werden. Doch was ist so ein Slam eigentlich? Worin unterscheidet sich das Format beispielsweise von Pecha Kutcha, Elevator Speaches oder einem klassischen Kurzvortrag? Und was muss ich beachten wenn ich bei meiner eigenen Veranstaltung einen Slam organisieren möchte?

Im Rahmen des Lange Nacht Barcamps von Congressa, auf dem sich Veranstalter vor allem der Langen Nacht der Wissenschaft, aber auch der Museen oder der Industrie, zum Erfahrungsaustausch getroffen haben, durfte ich eine Session zum Slam-Format halten. Die Teilnehmer waren sehr interessiert daran, wie man an geeignete Slammer kommt, wollten aber auch wissen, ob ein Veranstalter seine Slammer beim Ausarbeiten des Vortrages unterstützen sollte. Ich meine, ja! Grade beim Science Slam ist es so, dass die Redner sehr dankbar über Coachings sind, wie ich sie beispielsweise für die Agentur policult anbiete. Für den Veranstalter selbst bedeutet so ein Coaching natürlich mehr Arbeit, aber am Ende profitieren alle davon – weil der Vortrag nämlich an Qualität, Witz und Charme gewinnt. Einen kurzen Abriss über die Geschichte des Slams sowie Möglichkeiten, wie man ihn in die eigene Lange Nacht einbinden kann, habe ich in diesem Pitch Deck zusammengefasst.


Deutsche Fachpresse: Interview zu Science Slam

Deutsche FachpresseKann man Science Slam auch als Methode verwenden, um Wissen aus Fachbüchern zu transportieren? Darüber habe ich mich mit Karin Hartmeyer vom Verband Deutsche Fachpresse unterhalten.

Im Gespräch haben wir den Trend analysiert, komplexes Wissen in kleine verständliche Informationshappen zu verpacken und in Live-Events zu performen. Das greift in der Wissenschaft um sich – aber nicht nur! Auch Pecha Kucha oder Skillsharing-Events sind Ausdruck ein und derselben Entwicklung. Kulturwissenschaftler der ich nunmal bin, habe ich im Anschluss einen größeren Argumentationsbogen zur Digitalisierung und der Verflachung von Hierarchien gespannt.

Was das nun für Fachverlage bedeutet? Lest selbst. Das Interview wurde im Verbandsmagazin Letter Ausgabe 04/15 veröffentlicht und hier ist die PDF.


policult: Science Slam bei der Hans-Riegel-Stiftung

„In meiner eigenen Karriere habe ich es mir immer einfach gemacht“, sagte Thomas Gottschalk gleich zur Begrüßung. „Ich habe gesagt: Zur Unterhaltung brauche ich ein paar Stars und Menschen, die lustige Wetten anbieten. Klar, das war unterhaltsam.“ Bei dem Science Slam, den der Star-Entertainer am 25. September in Bonn eröffnet hat, wollten junge Menschen hingegen Wissenschaft unterhaltsam präsentieren – eine viel größere Herausforderung, fand Gottschalk. „Wenn ihr das schafft, dass ich hier rausgehe und was von euren Vorträgen verstanden habe, dann seid ihr besser als alle Lehrer an meiner ehemaligen Schule.“

Es war wohl Gottschalks erster Science Slam, und so staunte der Promi nicht schlecht, als unsere Slammerinnen und Slammer in den drauffolgenden eineinhalb Stunden so ziemlich jeden seiner ehemaligen Lehrer in den Schatten stellten. 700 Besucherinnen und Besucher füllten die Halle des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Bonn, in welche die Hans-Riegel-Stiftung zum Eröffnungsprogramm ihrer Sommerakademie geladen hatte. Die Stiftung, mit der Thomas Gottschalk eng verbunden ist, vergibt Stipendien für Abschlussarbeiten in MINT-Fächern. Im Auftrag der Agenutr policult haben meine Kollegin Miriam Schmitt und ich sechs der aktuellen Stipendiaten im Vorfeld gecoacht: In einem zweitägigen Kreativ-Workshop haben wir Vortragsnarrative entwickelt und dramaturgische Kniffe gefunden, mit denen die sechs Jungs und Mädels auf der Science Slam-Bühne ihre jeweiligen Themen unterhaltsam und packend präsentieren können. Dabei haben wir auf unsere Erfahrungen aus bisherigen Science Slam-Coachings ebenso zurückgegriffen wie auf Methoden aus der Toolbox von Design Thinking.

Stolz wie Bolle waren wir, als wir beim Science Slam die finalen Vorträge auf der Bühne bestaunen durften! Dass die Körperhaltung sich indirekt auf das Selbstwertgefühl auswirkt, hat beispielsweise Slammerin Judith unter dem Titel „Macht-Posen. So fühlst du dich wie Putin“ augenzwinkernd auf die Bühne gebracht. Wieso Vuvuzela-Krach nur in der Theorie mit noch mehr Vuvuzelas neutralisiert werden kann, konnte Slammerin Lucia eindrucksvoll demonstrieren. Und Daniels Plädoyer, mehr Informatiker auf Parties einzuladen, überzeugte an dem Punkt, wo Krptographieverfahren dabei helfen Liebesbriefe zu entschlüsseln. Moderiert wurde die Slam-Veranstaltung vom frisch gebackenen KiKa-Moderator Tim Gailus, weitere Kollegen waren im Auftrag von policult für Presse-und Öffentlichkeitsarbeit und Gesamt-Koordination verantwortlich. Der Dokumentationsfilm wird ebenfalls von policult erstellt und in den kommenden Wochen im Netz veröffentlicht.


MELO Oberschule: KreativitätsCoaching

melo_logo_hochaufgelöstTreffen sich Hitler, Jörg Haider, eine Wutbürgerin aus Heidenau und eine blonde Russin in der Selbsthilfegruppe. Klingt wie der Beginn eines seltsamen Witzes? Ist es aber nicht. Es ist der Anfang einer Performance der K12 der MELO-Oberschule in Berlin-Moabit, ein Ergebnis von drei KreativitätsCoaching-Workshops, die ich dort mit meiner Kollegin Miriam Schmitt für die Agentur policult am 1., 2. und 3. September durchgeführt habe.

Zu Beginn jeder achtstündigen Coaching-Session haben wir gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern jeweils einer zwölften Klasse Vortragsthemen identifiziert, die einerseits am sozialen Schwerpunkt der berufsvorbereitenden MELO andocken, andererseits aber auch die Schüler selbst brennend interessieren – weil sie mit dem unmittelbaren sozialen Umfeld oder auch den eigenen Hobbies zu tun haben. Mit Hilfe von Methoden aus dem Design Thinking konnten die Teilnehmer sehr schnell sehr viele kreative Ideen entwickeln und, aufbauend auf den Vorschlägen der anderen Schüler, vorgeschlagene Themen um eigene Aspekte ergänzen.

In einem demokratischen Auswahlprozesses hat anschließend jede Klasse drei bis vier Themenfavoriten ausgesucht, um die sich fünfköpfige Teams gruppiert haben. Im zweiten Teil des Workshops stand jedes Team vor der Herausforderung, aus der Idee und den Themenvorschlägen ein stimmiges Narrativ und eine kreative Bühnenperformance zu entwickeln. Miriam und ich standen mit Präsentations-Methoden aus Design Thinking sowie unseren Erfahrungen aus den Science Slam-Coachings beratend zur Seite. Die Tatsache, dass alle Workshops in einem Kunstraum stattfanden und alle Requisiten in die Vorträge integrieren durften, entfesselte zusätzlich die Kreativität der Schülerinnen und Schüler.

Die Abschlusspräsentationen der Schülergruppen bildeten am 4. September den Abschluss der Workshop-Reihe. Es war ein ungewöhnlicher Start in das noch junge Schuljahr, der zeigte, was mit ein bisschen kreativem Input möglich ist: Da explodierte zum Thema „Drogenentzug“ ein Joint aus Papier und Puderzucker, am Beispiel von Batman wurden die Probleme von Selbstjustiz und Ehrenmord herausgearbeitet, und das nachgestellte Outing eines homosexuellen Fußballspielers brachte die Thematik der Gleichberechtigung zur Sprache. Und die Nazi-Selbsthilfegruppe? Ohne zu viel zu verraten: Oft ist Gewalt nur ein stummer Schrei nach Liebe. Und Nazis können sich – Arier hin, deutsches Blut her – auch in russische Blondinen verlieben. Das Publikum jedenfalls wurde mit einem furiosen „Stop! In the Name of Love“ ins Wochenende entlassen.

Übrigens, wer sich näher für das KreativitätsCoaching interessiert: Das Konzept zum Workshop gibt es hier.


Podiumsdiskussion: Chancen und Risiken des Science Slam

Science Slams werden auch an Universitäten immer beliebter. (c) Pressestelle TU Berlin

Unterhaltsam, leicht verständlich und maximal zehn Minuten lang – das sind die gängigen drei Regeln für einen Science Slam-Vortrag. So einfach, so spannend: Seit mittlerweile zweieinhalb Jahren bin ich in der Science Slam-Szene mit meinem Slam „Urban Games – Die Stadt als Spielfeld“ unterwegs, habe die Slams in Berlin und Halle gewonnen und durfte außerdem unter anderem in Potsdam, Magdeburg, Lübeck, Ulm und Rostock auftreten. Als Moderator und Projektmanager bei der Agentur policult konnte ich zudem zahlreiche weitere Slams moderieren und organisieren. Immer habe ich spannende andere Slammer kennengelernt, immer habe ich meinen eigenen Horizont erweitern können – sei es zum Thema Herzrasen, Teilchenphysik oder Justin Biber.

Sind Science Slams ein geeignetes Mittel der Wissenschaftskommunikation – und wenn ja, gibt es dann Fachbereiche, in denen sie besonders gut geeignet sind? Das will nun der Bundesverband Deutscher Pressesprecher bei seinem diesjährigen Kommunikationskongress herausfinden. Am 17. September werde ich zunächst meinen eigenen Science Slam vor den versammelten Kommunikationsexperten live performen, um dann gemeinsam mit Julia Offe von www.scienceslam.de und Stefanie Terp, Pressesprecherin der TU Berlin, in einer Podiumsdiskussion über das neuartige Format zu sprechen.

In einer einstündigen Diskussion sollen wir die Chancen und Risiken des Science Slam ausloten. Dass ich als Science Slammer und Moderator dem Format wohlwollend gegenüberstehe ist klar. In letzter Zeit gibt es allerdings stärkere Kritik an einer Professionalisierung der Science Slam-Szene, mit Referenten, die immer häufiger schnelle Gags einbauen und die Inhalte vernachlässigen – wie Slammer und Biologe Cornelius Courts in diesem Beitrag anführt. Eine Verflachung des Inhaltes hat auch Magnus Klaue hier in der FAZ kritisiert, wobei der Journalist offenbar generell ein Problem mit populärer Wissenschaftskommunikation hat.

Also, Wissenschaftler zurück in den Elfenbeinturm? Bühne frei für lustige und unterhaltsame Forschung? Oder einen Mittelweg finden, bei dem sich Unterhaltung und Inhalt nicht im Wege stehen – und wenn ja, wie? Ich bin gespannt auf die Diskussion beim Kommunikationskongress. Und ich freue mich über Meinungen und Input bereits im Vorfeld.

Die Diskussionsrunde „Science Slam. Chancen und Risiken für die Wissenschafts- und Innovationskommunikation“ ist Teil des Programmes des Kommunikationskongress 2015 am 17. und 18. September in Berlin. Tickets gibt es hier

 


Science Slam an der TU Dresden

Am 6. Mai bin ich beim Science Slam an der TU Dresden aufgetreten! Über 1.000 Studierende lauschten im Publikum den Vorträgen, welche die Festivitäten zum Dies Academicus abgerundet haben. Mein Science Slam-Vortrag basierte erneut auf meiner Magisterarbeit mit dem Titel „Urban Games. Die Stadt als Spielfeld“. In zehn Minuten (naja, diesmal eher elfeinhalb oder so…) erläutere ich, welche neuen Möglichkeiten das Genre der Transmedia Games bietet und wie so ein Spiel dazu genutzt werden kann, die eigene Stadt zurückzuerobern. Hier seht ihr die Videoaufnahme, und im Youtube-Channel der TU Dresden gibt es auch alle anderen Vorträge.

 


MELO: Kreativitätsworkshop für Schüler

Kartenabfrage als Kreativitäts-Schub beim Schüler-Workshop an der MELO. (c) Miriam Schmitt/policult

Kartenabfrage als Kreativitäts-Schub beim Schüler-Workshop an der MELO. (c) Miriam Schmitt/policult

Angst vor dem weißen Blatt Papier müssen die Schülerinnen und Schüler der K12 der MELO Oberschule nun wirklich nicht mehr haben. Beim Kreativitätsworkshop von policult vom 20. bis 22. Mai habe ich ihnen zusammen mit Miriam Schmitt in einem Crashkurs beigebracht, schnelle und außergewöhnliche Ideen für eine Facharbeit zu entwickeln. Die drei Tagesworkshops haben wir im Auftrag der Agentur policult umgesetzt, und dabei auf Erfahrungen aus jahrelangen Science Slam-Veranstaltungen sowie aus meinem Design Thinking Studium aufgebaut.

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Game Slammen – Eine Science-Fiction-Western-Splatter-Geschichte ohne Drehbuch

Im Februar 2014 habe ich den Gameslam an der Universität der Künste in Berlin gewonnen. Nun erscheint mein Essay über den Verlauf des Abends in der zweiten Ausgabe der texturen im UdK-Verlag. Hier ein kleiner Einblick in das Werk.

Es war einmal vor langer, langer Zeit in einer weit entfernten Galaxie, als sich ein unglaubliches Abenteuer ereignete. Jackie, ein kleines Mädchen von anmutiger Gestalt, konnte nicht schlafen, weil ihr Cyborg-Teddy verschwunden war. Also begab sie sich auf die Suche. Mitten in der Nacht durchstreifte sie die trostlosten Gas- sen von New Texas. An der Bar eines Saloons fand sie ihren Vater, den Sheriff Jack. Von einer verfluchten Giraffe und dem unvorstellbaren Übel in der Kühlkammer ahnte sie da noch nichts…

Die Giraffe, das muss ich zugeben, geht auf meine Kappe. Sie ist eine Reminiszenz an die Giraffe Marius, die im Kopenhagener Zoo geschlachtet und den Löwen zum Fraß vorgeworfen wurde. Und sie ist ein Kniff, mit dem ich die Story auf der Bühne des Gameslam im vergangenen Frühjahr vorangetrieben habe. Gameslam, das ist ein spielbasiertes, kollaboratives Erzählexperiment, das am 13. Februar 2014 zur Finissage der Ausstellung „Gesellschaft spielen, verändern” stattgefunden hat. Organisiert wurde es vom preΔlab an der UdK, die Teilnehmer waren Stephan Porombka, Maren Hartmann, Peter Wagner, Sebastian Prassek und meine Wenigkeit sowie Andreas Bückle in der Rolle des Spielleiters. Die Aufgabe: Gemeinsam nach und nach auf der Bühne eine Geschichte entwickeln, mit Elementen, die Aktionskarten entstammten oder direkt durch Zuruf aus dem Publikum mitgeteilt wurden. Später dann musste die fertige Geschichte von jedem Teilnehmer nochmal erzählt werden, allerdings unter Einhaltung unterschiedlicher Regeln: Jeder zweite Satz muss eine Frage sein, oder jedes Wort muss mit einem bestimmten Buchstaben beginnen.

Der weitere Verlauf der Geschichte ist so schräg, wie die Rahmenbedingungen es erwarten lassen:

Schwer und drückend steht die Luft im Saloon, sie stinkt nach Bier und Schnaps. Vorsichtig nähert sich Jackie der Bar, erst sind ihre Schritte zaghaft, dann erblickt sie die Silhouette ihres Vaters. „Papa, Papa!“, ruft sie mit dünner Stimme. Doch Jack reagiert nicht. Bewegungslos liegt sein Kopf auf dem hölzernen Tresen. Der alte Mann hat zu tief ins Glas geschaut, der Alkohol fordert seinen Tribut. „Gib ihm bitte ein Glas Wasser“, fordert Jackie den Barkeeper auf, „und für mich auch irgendein alkoholfreies Getränk.“ Der Barkeeper greift zum Getränkeregal und schenkt ein. „Ich habe hier zwei Drinks für dich“, sagt er, „einen blauen und einen roten. Du hast die Wahl. Entscheide dich für den blauen Drink, geh nach Hause und du wirst friedlich einschlafen. Oder aber du entscheidest dich für den roten Drink…“ Nachdem Jackie einen Schluck vom roten Drink genommen hat, wird ihr ganz schwummrig. Erneut blickt sie zum Barkeeper, doch es ist nicht mehr derselbe Anblick. Gelbe und braune Flecken bilden sich auf seiner Haut, auf den Armen sprießen Haare, das Hemd spannt sich bis zum Zerreißen. Der Körper des Barkeepers schießt in die Höhe, Finger und Zehen verwachsen zu Hufen, aus der Stirn pressen sich zwei kurze Hörner. In nur wenigen Minuten hat sich der Barkeeper in eine ausgewachsene Giraffe verwandelt. Das einzige, was noch an sein Menschsein erinnert, ist der erstaunlich kurze Hals. 

Per Applaus befand am Ende das Publikum, dass ich als Gewinner aus dem Gameslam hervorgehen sollte. Der Hauptpreis war eine Autorenschaft in der zweiten Ausgabe der texturen, dem Magazin der UdK. In einem Essay durfte ich den ganzen Abend noch einmal Revue passieren lassen, die Geschichte nacherzählen sowie das Making-Of. Nun ist dieser Beitrag erschienen und die texturen feiern ihr Bookrelease. Das Buch wird am Donnerstag, 16. April um 19 Uhr in der Aula der UdK im Gebäude Grunewaldstraße 2-5 präsentiert.texturen Nr. 2 umfasst darüber hinaus 20 weitere Essays und Reportagen von Studenten, Forschern und Künstlern und behandelt „Spielen“ zugleich als Thema und Methode. Das Spektrum der Beiträge reicht von aufmerksamer Gegenwartsreportage zum philosophischen Essay, von teilnehmender Spielebeobachtung zu neuen Spiel-Konzepten. Außerdem finden sich im Buch zehn sog. „Zwischenspiele“ – Spielschöpfungen an der Schnittstelle von Formatexperiment und Spielanleitung. Unter den Beiträgen befinden sich auch methodische Texte aus dem Umfeld des pre∆lab. Die kreativen Transferleistungen zwischen Reflexion, Analyse und neuen Artikulationsformen sind nicht nur an ein akademischen Umfeld adressiert, sondern auch an Agenturen, Redaktionen und andere Labore der Gegenwart.

Hier gehts zur Einladung zum Bookrelease, und hier können die Texturen Nr.2 unter der ISBN 978-3-89462-264-0 bestellt werden.


Siegervortrag vom 10. Science Slam in Potsdam

Christian Wolf, ein Psychologie-Doktorand der Uni Gießen, hat den 10. Science Slam in Potsdam gewonnen! Mit seinen Ausführungen über Gewichtswahrnehmung anhand studentenalltagstauglichen Beispielen zu der Masse und der Dichte konnte er das Publikum restlos überzeugen. Im kurzen Interviewgespräch vor der Präsentation ging es allerdings gar nicht so sehr um die Forschung, sondern ich habe mich mit Christian mehr über die ästhetische Dimension der Wirtschaftswunderstadt Gießen unterhalten. Hier das Video von Christians Slam, aufgezeichnet bei einem früheren Auftritt im Berliner SO36.