Zitty Berlin: Endlich frei

ZITTY_wm_Logo_r100px_Anders arbeiten, besser leben: Immer mehr Menschen sehnen sich nach Alternativen zur 40-Stunden-Bürowoche. Für die Zitty Berlin stelle ich in diesem Text Sophie Bleich vor, die gemeinsam mit ihrer Agentur-Mitgründerin Mila Haegele das Büro vom Content Collective kurzerhand für ein paar Wochen nach Süditalien verlegt hat. Dieses Workation-Konzept spricht heutzutage vor allem Digitale Nomaden an, kann aber im Grunde für jeden sinnvoll sein, der ortsunabhängig arbeitet und mal einen Tapetenwechsel braucht.


Zitty Berlin: Neudefinition der Arbeit

ZITTY_wm_Logo_r100px_Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit, das wird in Berlin vor lauter Straßenfesten und Antifa-Demonstrationen oft vergessen. Die Arbeiterklasse sitzt derweil mit Laptop und Latte -Macchiato in Straßencafés oder schlägt sich als Hartz IV-Aufstocker durch. Die Arbeitgeber spannen Endverbraucher ein, um unfertige Produkte weiterzuentwickeln und Personalkosten zu sparen. Schöne neue Arbeitswelt? Die Hauptstadt ist ein Labor der Postmoderne, zwischen Selbstverwirklichung und Selbstausbeutung. Dafür gibt es viele neue Begriffe – und die alten werde neu definiert. In diesem Dossier für die Zitty Berlin gebe ich einen Überblick.


Zitty Berlin: Fleischbeschau

„Wurst ist nicht zum Lachen“, ruft Hendrik Haase in die Menge, Food-Aktivist und Gründer der Gläsernen Metzgerei in der Markthalle Neun. „Hört endlich auf, euch hinter euren Produkten zu verstecken. Wurst ist wie Eier, wie Käse oder wie ein guter Bordeaux!“  Leuchtende Augen im Publikum, teilweise Tränen der Rührung.

In der Heimat hören die rund 50 Fleischer und Metzger solche Mutmachersätze wohl eher selten. Sie kommen  aus Landkreisen, die Mainz-Bingen, Weilheim-Schongau oder Emmendingen heißen. In immer mehr Kleinstädten vor allem im Süden der Republik ist das große Metzgerei-Sterben angesagt. Frühere Kunden ernähren sich heute fleischloser. Wer noch zum Steak greift, kauft es im Supermarkt. Auf Einladung der Adalbert-Raps-Stiftung, einer Kulmbacher Einrichtung für Lebensmittelforschung, sind die Vertreter der darbenden Branche zum dreitägigen Seminar „Trüffeljagd“ nach Berlin gereist. Statt nach dem teuersten Pilz der Welt zu suchen, spüren sie hier den neuesten Trends im Metzgerei-Gewerbe nach, die in der Hauptstadt entwickelt werden.

Trüffeljagd“ ist eine Veranstaltung, die von ehemaligen Studierenden der HPI School of Design Thinking konzipiert wurde. Für die Zitty Berlin war ich vor Ort, habe mir die Gläserne Metzgerei in der Markthalle 9 angeschaut und mit Fleischern aus dem Schwarzwald geplaudert. Den kompletten Artikel gibt es hier zu lesen.

 


Tagesspiegel: Das erste Computer-Startup

(c) Philipp Arnoldt

Horst Zuse,Sohn und Biografien-Experte von Konrad Zuse. (c) Philipp Arnoldt

Schuster, Schneider und Friseure werden bei Zuse Ingenieure! So lautete das geflügelte Wort, das sich in den 1950er Jahren im hessischen Neukirchen herumsprach wie ein Lauffeuer. Der Krieg war gerade vorbei, und Konrad Zuse, ein wunderlicher Wissenschaftler aus Berlin, stellte Leute ein, um einen frühen Computer zu bauen. Die Zuseaner, wie sich die Mitarbeiter liebevoll selbst bezeichneten, waren hochmotiviert. In dem frühen Start-up hatten sie das Gefühl, an der Zukunft mitzuwerkeln, und arbeiteten freiwillig bis spät in die Nacht. Dennoch: Bereits 1965 musste das defizitäre Unternehmen vom Investor Rhein-Stahl übernommen werden. Wie konnte es so weit kommen?

Vor 75 Jahren erfand Konrad Zuse in Berlin den Rechner Z3. Im Gespräch mit Horst Zuse, dem Sohn des Erfinders, habe ich für den Berliner Tagesspiegel nachgezeichnet, wie der Tüftler im heimischen Berliner Elternhaus Telefonrelais und andere Schrott-Teile zum weltweit ersten Computer zusammenbastelte und warum seine spätere Firmengründung in Süddeutschland trotz hochmotivierter Mitarbeiter und visionärer Ideen gescheitert ist. Obwohl das nun alles bereits eine ganze Weile her ist, können auch heutige Startups noch davon lernen. Den vollständigen Artikel gibt es drüben beim Tagesspiegel.


tip Berlin: Fahrradstadt der Zukunft

Breite Wege, gutes Wetter, flache Straßen: Eigentlich hat Berlin alles, um die Fahrradmetropole der Welt zu werden. Eine lebendige und engagierte Fahrrad-Szene kommt in immer kürzeren Abständen mit immer neuen Ideen für mehr Fahrradfreundlichkeit. Warum dauert das trotzdem so lange? Dieser Frage bin ich für meine erste Titelstory beim tip Berlin nachgegangen.

Ein Blick in die Zukunft: Im Sommer ist die Frankfurter Allee das Paradies. Der längste zusammenhängende Wochenmarkt der Stadt ist dauerhaft auf der rechten ehemaligen Fahrspur platziert, alles duftet nach exotischen Gewürzen, Gitarrenakkorde von Straßenmusikern mischen sich mit Kinderlachen zu einer urbanen Synfonie. Die linke ehemalige Fahrspur hingegen gehört dem Funsport: Seite an Seite düsen hier Kite-Surfer, Skater und Radfahrer vom tiefen Osten Lichtenbergs schnurgeradeaus dem Fernsehturm entgegen und erreichen Höchstgeschwindigkeiten von denen sie früher in Berlin nur träumen konnten.

Könnte bald passieren, und es gibt zahlreiche Initiativen für besser Fahrradinfrastruktur, so dass man sich fragt: Wann ist es denn soweit? Ich habe mit dem Netzwerk fahrradfreundliches Neukölln gesprochen, mit Tim Lehmann vom InnoZ, der den Fahrradhighway auf der Potsdamer Stadtbahn entworfen hat, mit dem Team die einen Fahrrad-Boulevard unterhalb der U1 umsetzen wollen, mit dem Mobilitäts-Aktivisten Heinrich Strößenreuther von der Initiative Clevere Städte und mit Til Runge vom Institut für Mobilität und Gesellschaft. Ich habe mir allerdings auch die Position von Burkhard Horn von der Senatsverwaltung angehört. Diese Institution gilt in der Fahrrad-Szene als Bremser, will es aber gar nicht sein.

Bald geht es um’s Ganze. Lehmann, Strößenreuther und andere Mitstreiter werden einen Volksentscheid für bessere Fahrrad-Infrastruktur in Berlin starten. Warum die ganzen visionären Projekte dennoch nur schleppend vorankommen und ausgerechnet die CDU sich in Berlin als neue Fahrradpartei etablieren will, das steht in der aktuellen Titelstory des tip Berlin – ab heute am Kiosk erhältlich.


Mitteldeutsche Medienakademie: Kulinarische Völkerverständigung

Deutsch-amerikanisches BlogEr gilt als die Inkarnation des amerikanischen Lebensstils: Der Hamburger. Burger King, McDonald’s und Co finden sich in Leipzig natürlich ebenso wie in ganz Europa. Doch in Mitteldeutschland entwickelt sich der Burger weiter. In speziellen Szene-Restaurants wird das belegte Buletten-Brötchen aufgepimpt, mit Bio-Fleisch belegt, mit Tofu garniert und mit Avocado verziert. Was Leipzig mit dem inoffiziellen amerikanischen Nationalgericht alles anstellt, wie mehr und mehr regionale Zutaten Einzug zwischen die Brötchenhälften finden und wieso Bionade statt Coca Cola über den Tresen gereicht wird, das habe ich als Coach gemeinsam mit fünf Teilnehmern im letzten November auf der Mitteldeutschen Medienakademie herausgefunden. Zunächst haben wir uns gefragt: Was sagt eine simple Fastfood-Kreation wie der Hamburger und seine Variationen eigentlich über die Rezeption amerikanischer Einflüsse aus? Spannend war für die Teilnehmer vor allem zu erfahren, wie ein Schnellimbiss nicht nur dem Sattwerden dient, sondern auch immer eine alltagskulturelle Spiegelung von gesamtgesellschaftlichen Strömungen ist.

Der praktische Recherche-Teil war das kulinarische Highlight des Workshops: Drei in ihrer Akzentuierung völlig unterschiedliche Burgerbuden haben wir aufgesucht, die Burger auf Herz und Nieren getestet und auch das Ambiente einer krischen Beobachtung unterzogen. Das Ergebnis ist jetzt online: In dieser multimedialen Klickstrecke vergleichen wir die originellsten Burgerbuden Leipzigs.


AUDIMAX: Mach doch mal Urlaub

Vereinigte Arabische Emirate. Petra Schütt denkt dabei an eine Erzählung aus 1001 Nacht. Urlaubsglück am Persischen Golf, malerische Sandwüsten und endlose Weiten, in denen Städte der Superlative ebenso aus dem Boden sprießen wie traumhaft schöne Hotels. Eine fantastische Vorstellung, findet Schütt, allerdings erstmal nicht für sie selbst, sondern für andere. Petra Schütt ist nämlich Bereichsleiterin für den Vertrieb im Innendienst bei L’TUR. Das Last-Minute-Tourismusunternehmen, Nummer eins in Europa, unterhält neben einem eigenen Call-Center und einem üppig ausgebauten Online-Portal auch mehr als 140 Filialen in attraktiver Innenstadtlage und an Flughäfen in Deutschland und Nachbarländern wie Österreich, Schweiz oder Frankreich.

Wirtschaftswissenschaftler wie Schütt, die im Tourismus arbeiten, haben den Überblick über die Business-Kennziffern, Umsätze und Rendite jedes einzelnen Shops. Sie sorgt dafür, dass in der Zentrale konzipierte Sonderaktionen dem Kunden vor Ort kommuniziert werden. Und dass in den Verkaufsgesprächen Emotionen geweckt werden für jeweils aktuelle Tourismus-Destinationen. Im Herbst sind das unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate, da beginnt gerade die Hauptsaison. Für das AUD!MAX Magazin habe ich die Berufsperspektiven und Karrierechancen von Wirtschaftswissenschaftlern in der Tourismusindustrie beleuchtet. Den kompletten Artikel gibt es im aktuellen WiWi-Heft des AUD!MAX, das an jeder Uni ausliegt – oder hier im Netz.


3eins4: Smart Grid

Regenerative Energien sind für die Umwelt eine saubere Sache. Doch Sonne und Wind sind auch in Deutschland nicht überall gleichermaßen verfügbar: Der Strom, der in Zukunft beispielsweise vor allem in den großen Windparks an der Nord- und Ostsee gewonnen wird, muss mittels Übertragungsleitungen ins Landesinnere transportiert werden. Die TU Berlin erforscht im Gemeinschaftsprojekt OVANET, wie diese Übertragung möglichst akzeptanzfreundlich, robust und effizient gestaltet werden kann. Dabei soll bestehende Infrastruktur wie Autobahnen genutzt werden.

Für 3eins4, das Alumni-Magazin der TU Berlin, hat mir Professor Kai Strunz erklärt, was die neuen smarten Netze sonst noch von ihren veralteten Vorgängern unterscheiden wird. Den ganzen Artikel gibt es hier zu lesen.


3eins4: Smart Mobility

Der Mensch – im Grunde seines Wesens ein Egoist? Alles Quatsch, meint Dr. Ilja Radusch vom Projekt „Tomorrow’s Elastic Adaptive Mobility“ (TEAM). „Im Straßenverkehr gibt es dauernd Situationen, wo nach kurzem Blickkontant ein Fußgänger über die Straße gelassen oder einem anderen Fahrzeug das Einscheren erlaubt wird“, so Radusch. „Diese kleinen Momente beweisen schon: Wo kommuniziert wird, wird auch kooperiert.“ Qualitative Studien, die zu Beginn des Forschungsprojektes durchgeführt wurden, bestätigen das: 75 Prozent aller befragten Berlinerinnen und Berliner würden eine zehnminütige Verspätung in Kauf nehmen, wenn diese Verzögerung einem wie auch immer gearteten „höheren Ziel“ dient.

Im Projekt TEAM arbeiten die Wissenschaftler nun an einer App, die eine solche Kommunikation im Straßenverkehr fördern soll. Für 3eins4, das Alumni-Magazin der TU Berlin, habe ich mit Ilja Radusch über seine Forschung gesprochen. Wie Kooperation den Straßenverkehr von morgen verbessern soll, kann hier nachgelesen werden.


3eins4: Smart Home

Das Smart Home von Professor Sahin Albayrak ist nicht schlau, es ist sogar noch schlauer. Natürlich knipst ein smarter Schalter von selbst das Licht an, wenn jemand den Raum betritt. Natürlich startet die Stereoanlage je nach Benutzer ein bestimmtes vordefiniertes Profil. Und natürlich schaltet sich wetterabhängig die Heizung von alleine ein. Solcherlei Gimmicks beinhalten auch andere Smart Home-Systeme, und sie sind längst auf dem Markt erhältlich. Das Smart Home „IOLITE„, welches Professor Sahin Albayrak im DAI-Labor der TU Berlin entwickelt und im 15. Stockwerk des Telefunkenhochhaus als Showroom eingerichtet hat, kann aber noch mehr.

Für 3eins4, das Alumni-Magazin der TU Berlin, habe ich mit Albayrak über seine Forschung gesprochen. Was das DAI-Labor von anderen Smart Home-Projekten wie dem NEST von Google unterscheidet, kann hier nachgelesen werden.