TIP Berlin: Nostalgie und Gaming

Ho-ho-ho! Pünktlich zu Weihnachten liegt das wohl meist ersehnteste Smartphone-Spiel ever im Appstore zum Download bereit: Super Mario Run. Nach Pokemón Go! ist es schon das zweite Mal, das Nintendo einen altbekannten Konsolen-Charakter aufs Handy transferiert. Was ist dran am Nostalgie-Hype beim Gaming? Darüber habe ich bereits im Sommer mit Andreas Lange vom Computerspielemuseum Berlin gesprochen. Hier ein Auszug aus dem Interview im TIP Magazin.

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Andreas Lange: Bei erwachsenen Spielern hat das sicher auch viel mit Nostalgie zu tun. Die Kids, die damals mit Pokémon groß geworden sind, sind heute teilweise auch schon Eltern. Und wer erinnert sich nicht gerne an seine Kindheit, zumindest an die lustigen und schönen Momente? Das ist ja der Grund, weshalb viele Spielelemente aus den 80er- und 90er-Jahren heute wiederkommen: Pixel-Grafik, Midi-Soundtrack, irgendwelche Fan-Artikel zu Tetris oder Super-Mario. Aber bei den Junggebliebenen ist sicher auch Entdeckerfreude dafür verantwortlich, dass sie das neue Pokémon mal ausprobieren. Immerhin: Vom Spielgefühl ist es ganz anders als die früheren Pokémon Spiele.

tip Berlin: Wenn der ganze Rummel vorbei ist: Wie wird das Computerspielemuseum in zehn Jahren das Spiel Pokémon Go ausstellen?

Andreas Lange: Ein Spiel kann man nicht nur als Objekt ausstellen, weil es von Interaktivität lebt. Und dabei sind Ein- und Ausgabe-Schnittstelle wichtig – in dem Fall muss man es also auch in zehn Jahren auf einem Smartphone von heute ausprobieren können. Außerdem muss man die Kernbotschaft eines solchen Spiels inszenieren. Bei Pokémon ist das die Überlappung von virtueller und realer Welt, deshalb würde ich wohl eine Pokémon-Arena, die es sonst nur auf dem Bildschirm zu sehen gibt, in Übergröße vor unserem Museumsgebäude aufbauen.

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Das vollständige Interview mit noch mehr Fragen vor allem zu Pokemón Go gibt es hier zum Nachlesen.