Zitty Berlin: Fleischbeschau

„Wurst ist nicht zum Lachen“, ruft Hendrik Haase in die Menge, Food-Aktivist und Gründer der Gläsernen Metzgerei in der Markthalle Neun. „Hört endlich auf, euch hinter euren Produkten zu verstecken. Wurst ist wie Eier, wie Käse oder wie ein guter Bordeaux!“  Leuchtende Augen im Publikum, teilweise Tränen der Rührung.

In der Heimat hören die rund 50 Fleischer und Metzger solche Mutmachersätze wohl eher selten. Sie kommen  aus Landkreisen, die Mainz-Bingen, Weilheim-Schongau oder Emmendingen heißen. In immer mehr Kleinstädten vor allem im Süden der Republik ist das große Metzgerei-Sterben angesagt. Frühere Kunden ernähren sich heute fleischloser. Wer noch zum Steak greift, kauft es im Supermarkt. Auf Einladung der Adalbert-Raps-Stiftung, einer Kulmbacher Einrichtung für Lebensmittelforschung, sind die Vertreter der darbenden Branche zum dreitägigen Seminar „Trüffeljagd“ nach Berlin gereist. Statt nach dem teuersten Pilz der Welt zu suchen, spüren sie hier den neuesten Trends im Metzgerei-Gewerbe nach, die in der Hauptstadt entwickelt werden.

Trüffeljagd“ ist eine Veranstaltung, die von ehemaligen Studierenden der HPI School of Design Thinking konzipiert wurde. Für die Zitty Berlin war ich vor Ort, habe mir die Gläserne Metzgerei in der Markthalle 9 angeschaut und mit Fleischern aus dem Schwarzwald geplaudert. Den kompletten Artikel gibt es hier zu lesen.