EduCamp16: Design Thinking for education

Taugt Design Thinking als Methodentool, um den Schulunterricht aufzupeppen? Mit dieser Frage habe ich mich in einer Session beim Educamp-Barcamp vom 15. bis 17. April in Leipzig beschäftigt. Design Thinking ist ein sechsstufiger Innovationsprozess, bei dem auch Schülerinnen und Schüler lernen können, anhand einer konkreten Fragestellung greifbare Ergebnisse zu entwickeln. Dabei durchlaufen sie Phasen, in denen Recherche, Teamwork, Brainstormingmethoden, Offenheit für Kritik oder auch schnelles Prototyping im Vordergrund stehen – alles wertvolle Fähigkeiten, die in dieser Form im Unterricht oft nicht vermittelt werden.

Design Thinking ist natürlich nicht geeignet, um historische Fakten auswendig zu lernen oder Mathe-Aufgaben zu lösen. Es ist aber geeignet als Tool für Projekt-Wochen, oder um in der Schule selbst Probleme anzugehen – wie beispielsweise die Sauberkeit des Pausenhofes. Die Teilnehmer waren sich außerdem einig, dass es anfangs eines ausgiebigen Coachings der Schülerinnen und Schüler bedarf, da das ungewöhnliche Setting und die aktiven Prozessschritte verlangen die eigene Comfort Zone zu verlassen – für manche dürfte diese Hürde so hoch sein, dass sie sie ohne Unterstützung nicht schaffen können.

Mögliche Workshopformate für Design Thinking an Schulen gibt es in diesem Slidedeck.