Design Thinking: Weiterentwicklung der Berliner Transportsysteme

Menschen und Güter müssen von A nach B, und dabei nehmen sie unterschiedliche Routen, haben verschiedene Geschwindigkeiten und, ja, auch unterschiedliche Verkehrsmittel. Nicht immer läuft der Transport in Berlin reibungslos ab. Da gibt es Konflikte zwischen Auto- und Fahrradfahrern, auch zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern, und in der Sbahn nehmen die Passagiere mit schwerem Gepäck allen anderen die Sitzplätze weg. Genug Potential also, um vertrackte Probleme zu erkennen und smarte Lösungen zu finden! Am 2. April habe ich mit einigen Bekannten einen Fast Forward Schnupperkurs im D.collective gehalten, um Neulingen die Design Thinking Methode nahezubringen. Für einen Teil der Coaches war dieser Workshop der Abschluss eines einsemestrigen Online-Kurses der Design Thinking-Agentur IDEO.

Mit Post-Its, Prototyping-Material und viel kreativer Energie haben wir uns den Transport-Problemen gewidmet. Was bedeutet Transport für jeden Einzelnen? Was sind die unterschiedlichen Herausforderungen für junge und alte Menschen, Stadtbewohner und Pendler, Autobesitzer und Sportradler? Und was kann man entwickeln, um nutzerzentrierte passgenaue Lösungen zu unterstützen? Herausgekommen sind am Ende artifizielle Bäume aus Metall, an denen Räder aufgehängt werden können, faltbare Mobilitätsboxen die auch unterwegs einen privaten Rückzugsraum gewährleisten sowie ein Botschafter-Programm für mehr Rücksicht in der Ubahn. Vor allem aber haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemerkt, wie man mit Hilfe von Design Thinking in nur wenigen Stunden greifbare Lösungen für reale Probleme finden und dabei sogar noch Spaß haben kann!