Mitteldeutsche Medienakademie: Kulinarische Völkerverständigung

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Er gilt als die Inkarnation des amerikanischen Lebensstils: Der Hamburger. Burger King, McDonald’s und Co finden sich in Leipzig natürlich ebenso wie in ganz Europa. Doch in Mitteldeutschland entwickelt sich der Burger weiter. In speziellen Szene-Restaurants wird das belegte Buletten-Brötchen aufgepimpt, mit Bio-Fleisch belegt, mit Tofu garniert und mit Avocado verziert. Was Leipzig mit dem inoffiziellen amerikanischen Nationalgericht alles anstellt, wie mehr und mehr regionale Zutaten Einzug zwischen die Brötchenhälften finden und wieso Bionade statt Coca Cola über den Tresen gereicht wird, das habe ich als Coach gemeinsam mit fünf Teilnehmern im letzten November auf der Mitteldeutschen Medienakademie herausgefunden. Zunächst haben wir uns gefragt: Was sagt eine simple Fastfood-Kreation wie der Hamburger und seine Variationen eigentlich über die Rezeption amerikanischer Einflüsse aus? Spannend war für die Teilnehmer vor allem zu erfahren, wie ein Schnellimbiss nicht nur dem Sattwerden dient, sondern auch immer eine alltagskulturelle Spiegelung von gesamtgesellschaftlichen Strömungen ist.

Der praktische Recherche-Teil war das kulinarische Highlight des Workshops: Drei in ihrer Akzentuierung völlig unterschiedliche Burgerbuden haben wir aufgesucht, die Burger auf Herz und Nieren getestet und auch das Ambiente einer krischen Beobachtung unterzogen. Das Ergebnis ist jetzt online: In dieser multimedialen Klickstrecke vergleichen wir die originellsten Burgerbuden Leipzigs.