3eins4: Smart Mobility

3eins4_2015

Der Mensch – im Grunde seines Wesens ein Egoist? Alles Quatsch, meint Dr. Ilja Radusch vom Projekt „Tomorrow’s Elastic Adaptive Mobility“ (TEAM). „Im Straßenverkehr gibt es dauernd Situationen, wo nach kurzem Blickkontant ein Fußgänger über die Straße gelassen oder einem anderen Fahrzeug das Einscheren erlaubt wird“, so Radusch. „Diese kleinen Momente beweisen schon: Wo kommuniziert wird, wird auch kooperiert.“ Qualitative Studien, die zu Beginn des Forschungsprojektes durchgeführt wurden, bestätigen das: 75 Prozent aller befragten Berlinerinnen und Berliner würden eine zehnminütige Verspätung in Kauf nehmen, wenn diese Verzögerung einem wie auch immer gearteten „höheren Ziel“ dient.

Im Projekt TEAM arbeiten die Wissenschaftler nun an einer App, die eine solche Kommunikation im Straßenverkehr fördern soll. Für 3eins4, das Alumni-Magazin der TU Berlin, habe ich mit Ilja Radusch über seine Forschung gesprochen. Wie Kooperation den Straßenverkehr von morgen verbessern soll, kann hier nachgelesen werden.