policult: Science Slam bei der Hans-Riegel-Stiftung

hans-riegel-stiftung

„In meiner eigenen Karriere habe ich es mir immer einfach gemacht“, sagte Thomas Gottschalk gleich zur Begrüßung. „Ich habe gesagt: Zur Unterhaltung brauche ich ein paar Stars und Menschen, die lustige Wetten anbieten. Klar, das war unterhaltsam.“ Bei dem Science Slam, den der Star-Entertainer am 25. September in Bonn eröffnet hat, wollten junge Menschen hingegen Wissenschaft unterhaltsam präsentieren – eine viel größere Herausforderung, fand Gottschalk. „Wenn ihr das schafft, dass ich hier rausgehe und was von euren Vorträgen verstanden habe, dann seid ihr besser als alle Lehrer an meiner ehemaligen Schule.“

Es war wohl Gottschalks erster Science Slam, und so staunte der Promi nicht schlecht, als unsere Slammerinnen und Slammer in den drauffolgenden eineinhalb Stunden so ziemlich jeden seiner ehemaligen Lehrer in den Schatten stellten. 700 Besucherinnen und Besucher füllten die Halle des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Bonn, in welche die Hans-Riegel-Stiftung zum Eröffnungsprogramm ihrer Sommerakademie geladen hatte. Die Stiftung, mit der Thomas Gottschalk eng verbunden ist, vergibt Stipendien für Abschlussarbeiten in MINT-Fächern. Im Auftrag der Agenutr policult haben meine Kollegin Miriam Schmitt und ich sechs der aktuellen Stipendiaten im Vorfeld gecoacht: In einem zweitägigen Kreativ-Workshop haben wir Vortragsnarrative entwickelt und dramaturgische Kniffe gefunden, mit denen die sechs Jungs und Mädels auf der Science Slam-Bühne ihre jeweiligen Themen unterhaltsam und packend präsentieren können. Dabei haben wir auf unsere Erfahrungen aus bisherigen Science Slam-Coachings ebenso zurückgegriffen wie auf Methoden aus der Toolbox von Design Thinking.

Stolz wie Bolle waren wir, als wir beim Science Slam die finalen Vorträge auf der Bühne bestaunen durften! Dass die Körperhaltung sich indirekt auf das Selbstwertgefühl auswirkt, hat beispielsweise Slammerin Judith unter dem Titel „Macht-Posen. So fühlst du dich wie Putin“ augenzwinkernd auf die Bühne gebracht. Wieso Vuvuzela-Krach nur in der Theorie mit noch mehr Vuvuzelas neutralisiert werden kann, konnte Slammerin Lucia eindrucksvoll demonstrieren. Und Daniels Plädoyer, mehr Informatiker auf Parties einzuladen, überzeugte an dem Punkt, wo Krptographieverfahren dabei helfen Liebesbriefe zu entschlüsseln. Moderiert wurde die Slam-Veranstaltung vom frisch gebackenen KiKa-Moderator Tim Gailus, weitere Kollegen waren im Auftrag von policult für Presse-und Öffentlichkeitsarbeit und Gesamt-Koordination verantwortlich. Der Dokumentationsfilm wird ebenfalls von policult erstellt und in den kommenden Wochen im Netz veröffentlicht.